„Brauherrentheater“ im Altstadthof – unser Ausflugsdienst berichtet

Theaterbesuch „Allmächd, Albrecht“

Es war ein wundervoller und humorvoller Abend bei Schauspiel, Spaß und kulinarischen Leckereien. Eduard Zimmermann hätte dieses Stück wahrscheinlich in seine Rubrik „Nepper, Schlepper, Brauherrenfänger“ aufgenommen, denn wo gutes Bier sind Intrigen und windige Investoren nicht weit:

Der Brauherr Deiffel freut sich auf das 200-jährige Brauereifest und das so viele Gäste zu dieser Feier gekommen sind. Er ist aber auch ein sehr stolzer Vater, der begeistert ist über die Rückkehr der Tochter aus England wo sie laut seinen Worten einen „Batscher“ mitgebracht hat. Worauf die Tochter ihn erstmal aufklärte, was genau sie da mitbrachte und das auch noch mit Auszeichnung, worauf der liebe Papa bemerkte, seine Tochter hätte dann halt einen „Diplom-Batscher“ (ist die fränkische Übersetzung - gemeint ist natürlich, das die Tochter im fernen Lande ihren Bachelor mit Diplom gemacht hat).
In die feierliche Stimmung platzt auf einmal eine windige Investorin mit wirren Phantasien und einem Nachfahren von Albrecht Dürer. Um seinen Besitz fürchtend versucht nun der Braumeister unter Mithilfe seiner Tochter zu retten was zu retten ist.

Ensemble

Darsteller mit Elisabeth

 Darsteller mit Ronald

 

 

 

 

 

Untermalt wurde das Stück aus Liebe, Intrige und Spannung von einem leckeren Vier-Gang-Menü (als Hauptgang fränkisches Schäufele) und den dazu passenden Bieren. Es war rundum ein gelungener Abend!
 

Theaterbesuch „Hopfen, Hexen, Halleluja“

Im Kloster Angelinen sind Arme, Kranke, Mittellose und Krüppel herzlich willkommen zur Armenspeisung, die wieder regelmäßig stattfinden kann weil wieder ein gutes Bier gebraut wird nachdem es so manchen Zwischenfall gegeben hat: Erdbeeren verdorren, Nonne fällt vom Glockenturm, eine Kuh führt den Veitstanz auf und die benachbarte Destille fliegt in die Luft. Was geht da vor im Kloster?
Der Kirche bleibt dies nicht verborgen und es steht ein Inquisitor aus Spanien im Klosterhof um zu prüfen, ob da nicht doch andere Mächte am Werke sind. Schnell gerät die eifrige Schwester Hedwig ins Blickfeld des Inquisitors der alles in Bewegung setzt, um dies zu klären. Die Methoden sind Vielfältig - vom Folterknecht aus Bamberg bis hin zum Scheiterhaufen. Auch die Zuschauer sollen nicht untätig sein und ihre Vorschläge einbringen, wie man denn die Wahrheit ans Licht bringt.

Eine wunderbar sakrisch köstliche Komödie rund um Gruitbier, heutigem Bier, gesunder Ernährung nach Hildegard von Bingen und der Macht der Kirche, umrahmt von den Köstlichkeiten aus Küche (zum Beispiel Sauerbraten und Scheiterhaufen) und Brauerei machten den Abend zu einem Genuss.

Wenn mit den Berichten nun Interesse geweckt wurde (und man nicht auf „Neues“ unseres Ausflugsdienstes warten möchte) - es gibt im Herbst neue Termine für beide Theaterstücke. Karten können direkt bei der Hausbrauerei Altstadthof erworben werden.