Bericht vom Brünnla

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Sitzprobe auf der neuen Bank
Foto: Roman Wenzel

Im letzten Blättla hatten wir berichtet, dass erneut eine Bank am Brünnla „das Zeitliche“ gesegnet hatte. Vielleicht haben Sie es schon entdeckt, oder vielleicht auch schon eine Sitzprobe gemacht:

 
Die Bank konnte, dank unseres ortsansässigen Schreinermeisters und treuem Inserenten, Herrn Daniel Kühn, zwischenzeitlich wiederhergerichtet werden. Herr Kühn hat freundlicherweise das Material beigesteuert und hat uns auch die Kosten für seine Arbeitszeit erlassen. Die Endmontage erfolgte gemeinsam mit Marco Freymüller. Herzlichen Dank an die Beiden. Vielleicht bietet der gerade zu Ende gehende Herbst ja noch ein paar goldene Tage, damit die Sitzgelegenheit auch noch eifrig genutzt werden kann.
 
Am Samstag, dem 09.10. hat sich dann Frau Funk unseres „Hochbeetes“ am Brünnla angenommen. Das Unkraut wurde entfernt, zahllose Hundekotbeutel mussten entsorgt werden, die Erde wurde geharkt und glattgezogen und erste Kräuter sind auch bereits gepflanzt. Jetzt müssen diese nur noch anwachsen. Den Gießdienst haben freundlicherweise unsere „Stammtisch-Schmarrer“ übernommen, die sich dort regelmäßig treffen. Auch hier ein herzliches „Vergelt´s Gott“ für diese schöne Idee und die Unterstützer.
 
Leider müssen wir auch erneut berichten, dass es auf der Wiese weiterhin immer wieder zu Konflikten zwischen Personen, die sich am Brünnla aufhalten bzw. auf der Wiese spazieren gehen, Hundehaltern mit deren vierbeinigen Freunden und auch der Schäferin mit Ihren Schafen kommt. Wir verstehen, dass Hundehalter die Möglichkeit benötigen, ihren Hunden ausreichend Auslauf zu gewähren, dennoch mangelt es auch weiterhin immer wieder an gegenseitiger Rücksichtnahme. Insbesondere ist dies immer wieder auf nicht angeleinte Hunde zurückzuführen. Auch den Verfasser dieser Zeilen hat erst kürzlich wieder ein größerer schwarzer Hund während der Pflegearbeiten am Brünnla „gestellt“, ohne dass dies durch den Hundehalter in irgendeiner Form bemerkt oder darauf reagiert wurde. Uns ist bewusst, dass auf der Rednitzwiese keine Leinenpflicht besteht, dennoch appellieren wir hier einfach an die Vernunft der Hundehalter, Ihre Nicht-angeleinten Vierbeiner dann zumindest soweit unter Kontrolle zu halten, dass diese stetigen Konflikte zwischen Mensch und Tier bzw. auch zwischen Tier und Tier zumindest weitgehend vermieden werden können. Ebenso ist uns auch völlig bewusst, dass diese Zeilen nun auch von Hundehaltern gelesen werden, deren Hunde in keiner Weise zu diesem stetigen Konfliktpotential beitragen. Glücklicherweise handelt es sich hierbei auch um die deutliche Mehrzahl der Hundehalter. Diese bitten wir, vorstehende Zeilen nicht auf sich zu beziehen!
 
Darüber hinaus möchten wir auch noch auf das alljährliche und auch für uns leidige Thema Diebstahl von Obst eingehen:
Das Stehlen von Lebensmitteln, um den eigenen Hunger zu stillen, führte die Strafgesetzgebung viele Jahre unter dem Begriff des Mundraubes. Dieses Delikt verschwand aber bereits 1975 aus den Paragrafen! Wer heute Obst klaut – und um etwas Anderes geht es auch nicht auf der Gebersdorfer Wiese am Brünnla – begeht einen Diebstahl und riskiert eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe.
 
Uns geht es hier in keiner Weise um „den einen oder anderen“ Apfel, den vielleicht auch Sie sich schon im Vorbeigehen von einem der Bäume entlang des Weges an der Rednitzwiese abgepflückt haben, uns geht es um die Vielzahl der „professionellen“ Pflücker, die sogar in die Baumkronen hineinklettern, um auch dort noch an das Obst zu kommen und dies dann Körbe- und taschenweise nach Hause tragen. Bei dieser Vorgehensweise werden immer wieder Bäume beschädigt und ganze Äste abgebrochen. Auch wenn die Bäume nicht eingezäunt sind, ist dies noch längst keine Einladung sich frei und ohne jegliche Rücksprache zu bedienen.
 
In erster Linie wurden diese Obstbäume vor vielen Jahren durch unsere „Alt-Vorderen“ des Bürgervereins gepflanzt bzw. durch uns bzw. die Stadt Nürnberg jetzt immer wieder durch neue Bäume ergänzt und ersetzt. Allerdings bestand schon immer der Grundgedanke, das dortige Obst dann auch für Vereinszwecke oder auch z.B. in der Jugendarbeit (Z.Punkt) zu verwerten und auch das Fallobst ist insbes. bei den Schafen auf der Wiese extrem beliebt.
 
Auch das Argument, dass sich die Bäume auf öffentlichem Grund befinden, sehen wir so in keiner Weise. Insbes. auf der Seite zu den Häusern am Neumühlweg hin handelt es sich ganz klar um eine Pachtfläche des Bürgervereins Gebersdorf.
 
Wer sich dafür interessiert, an welchen Stellen legal Obst gepflückt werden kann, dem empfehlen wir die Webseite von mundraub.org. Dort bekommt man schnell einen Überblick, wo in der Nähe des eigenen Wohnortes gratis Obst zum Pflücken hängt.